Die Wintersportler

FSK Vollmarshausen e.V. Abteilung Wintersport

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Radtour

Beginn:12.09.2015
Ende:13.09.2015

Wer kennt die Situation eigentlich nicht?: Nach einer gelungenen Veranstaltung werden die
Teilnehmer gefragt, wer denn freundlicherweise den Bericht für das „Blättchen“ verfassen würde? Schaut man dann als Fragesteller in die Runde, sieht man Gesten, die eindeutiger nicht sein können – die eine zieht fragend die Oberlippe nach oben, als hätte sie kein Wort verstanden; der andere scheint Probleme mit der Nackenmuskulatur zu haben und schaut ausdauernd auf sein Bauchfell... Erst der Vorschlag, der jede/n Teilnehmer/in ermuntern sollte, ihre/seine Gedanken in nur 4 Sätzen niederzuschreiben, brachte eine ermutigende Mehrheit. Und so setzt sich der diesjährige Bericht zur Familienradtour im Sauerland zu Brilon aus den jeweiligen Gedankenschnipseln der eifrigen Radler, gepaart mit den äußert kreativen Kommentaren des Verfassers dieser Zeilen zusammen:

W. A. erfreute sich schon gleich am Freitag über die Vielseitigkeit der Wintersportler: Laufen,
Radfahren oder Snowboardern kann ja jeder, aber einen sehr musikalischen Alleinunterhalter für die im Hotel untergebrachten Kurgäste komplett zu konvertieren, so dass anstatt der deutschen Schlager zum Schluss nur noch Van Halen und die Rolling Stones gespielt wurde, das können nur die Wintersportler/innen aus Vollmarshausen. So mutierte der Tanztee kurzerhand zum Rockkonzert, die Zuhörer (der anderen Seite) klopften rhythmisch auf den Tisch und die „Tänzer“ wurden wieder 30 Jahre jünger. Am zweiten Abend im Panoramacafé des „Hauses am Kurpark“ bliesen uns jedoch die Blech-Bläser der Briloner Buren aus der benachbarten Geburtstagsfeier in Grund und Boden. H. W. merkt noch an, dass er sich zusammen mit den dort versammelten Senioren sehr wohl gefühlt hat und
aufgrund des grandiosen Ausblicks über den Kurpark gedanklich über einen Baumwipfelpfad
wandelte. (So verschwimmen und vermischen sich die Altersgrenzen und es bleibt nur ein brodelnder Topf aus Erinnerungen zurück). Es muss hier an dieser Stelle noch erwähnt werden, dass die Beiträge über die kulinarischen Stunden auf dieser Radtour auch in diesem Jahr wieder stark im Vordergrund stehen und auch die Verpflegung in den Zwischenmahlzeiten sehr von Belang waren. Um es im Vorfeld schon mal auf den Punkt zu bringen, der Service im Hotel, die Verpflegung durch das Begleitfahrzeug und die Bereitstellung der selbstgebackenen Kuchen war eigentlich wie immer, ausgezeichnet und sehr anerkennend!

Zu der eigentlichen Radtour, die uns dieses Jahr durch das Sauerland führte, vorbei an Hennesee, Ruhrradweg und Möhnetalsperre, gibt es natürlich auch zahlreiche Kommentare und Anmerkungen. Vielleicht für alle, die dieses Jahr nicht mit dabei sein konnten. Wir radelten diesmal sternenförmig von Brilon aus; am Samstag u. a. auf dem Ruhrradweg zur Hennetalsperre und am Sonntag entlang der Möhne zur Möhnetalsperre. Die Rückfahrt nach Brilon erfolgte jeweils mit einem Bustransfer inklusive Radtransport. Die Route wurde von U. W. und A. S. im Vorfeld gründlichst vorbereitet und mithilfe modernster Navigationstechniken (GPS, GLONASS, UMTS, LTE, WAAS, EGNOS, HIRN) von U. präzise durchgeführt. Da konnte dem einen oder anderen Radler, der im Dackelmodus seinem Vordermann hinterherfahren sollte, schon mal die Orientierung verloren gehen. Und was dem einen sein Navi wert ist, ist dem anderen sein Pedelec. Da wurden auch am Samstag die steilsten Anstiege, aufrecht im Sattel sitzend und anhaltend mit der Beifahrerin kommunizierend, nur mit einem Wimpernschlag problemlos gemeistert, so dass der rein biologische Antrieb hierbei fast den Anschluss verloren hätte. Aber, ob nun mit oder ohne Akku, nie verlor sich die Gruppe der 30 Teilnehmer aus den Augen und spätestens beim Anblick des Versorgungsfahrzeuges, geführt durch L. & A., versammelten sich binnen weniger Minuten alle um den reich gedeckten Tisch.

Der Hennesee, Ziel der Tour am Samstag, wurde, dank der längeren Wartezeit auf den Transferbus, für den Großteil der Radler zum romantischen Picknicken im Freien genutzt. Abseits der Straße wurden die Getränke kurzerhand durch ein kleines Waldstück zum Ufer getragen und dort im Schein der restlichen Sonnenstrahlen genüsslich geleert. Die sportlich ambitionierteren Pedalisten, denen noch ein paar Kilometer auf ihren Uhren fehlten, traten indes die Rückfahrt nach Brilon aus eigener Kraft an; nur A. I. durfte nicht mit. (Aber A. sei froh, dass Du nicht mitgefahren bist, die Steigung hinter Olsberg hat uns alles abverlangt und Dir wahrscheinlich Deine letzte Akkuladung gekostet).

Der Sonntag gestaltete sich geradlinig und gleichförmig. Es ging in einer Linie gerade an der Möhne entlang und immer gleichförmig bergab zur Möhnetalsperre. S. P. fand die Tour entlang der Möhne sehr idyllisch. Sie erfreute sich an dem dahin schlängelnden Bach, dem anliegenden Biotop mit den typischen Pflanzen und den darauf weidenden, glücklichen Schafen und Kühen. H. W. wartete indes während der Fahrt auf die „Dusche“ von oben, die für den Nachmittag angekündigt worden war, vermisste seine Duschutensilien und das große Handtuch, das ja im Auto am Hotel in Brilon lag.

Kurz vor dem sonntäglichen Zielpunkt (Mittagessen am Möhnesee) muss irgend so ein Depp uns Radlern noch „spitze Steine“ in den Weg gelegt haben. Binnen kürzester Zeit waren drei Räder platt gefahren, die aber durch fachgerechte Hilfe schnell wieder flott waren. Dann, nach der ersten, oder auch zweiten Kochwurst von den heimischen Sauen (in Franken sagt man auch Mocken) und dem italienischen Eis von der Straße kam der von H. erwartete Regen auf uns zu, der uns aber nicht mehr aus unseren positiven Gedanken der Tour reißen konnte. Am Kaffeetisch mit lecker Kuchen stand schon der Transferbus, der gierig darauf wartete, unsere Räder in seinen Eingeweiden zu verdauen und uns Radler mit teilweise akutem „Kuchen-Koma“ nach Brilon zum Hotel zurück zu bringen. Die Rückreise gestaltete sich ohne Probleme, bis auf die oben beschriebene Suche nach dem Autor für diesen Bericht.

Am Hotel angekommen waren alle glücklich auf damit beschäftigt, ihre Räder auf die Anhänger zu verfrachten – nur L. P. lief wie Falschgeld zwischen den emsigen Verladehelfern umher und vermisste seine „Frau“ inklusive Kind. Wir hoffen, dass die drei sich in angemessener Zeit wieder gefunden haben.

Ein kurzer mündlicher Bericht von M. S., unser jüngsten Begleiterin, sei an dieser Stelle noch
erwähnt: Sie beklagte sich am Sonntag Nachmittag während des Kurkonzertes im Panoramacafé über einige ältere Mitbewohner des Hotels. „Sie kamen mit den charmanten Klickgeräuschen von hungrigen Hyänen auf mich zu und nahmen in einem unachtsamen Moment mit ihren fleckigen Vorderläufen mir meinen Frosch aus dem Wagen. Womit sie aber nicht rechneten, war mein sofort eingeleitetes hochfrequentes Gebrüll, das die Hörgeräte in den Ohren der Angreifer wild rückkoppeln ließen und in schrillen Tönen vor sich hin quietschten – Angriff erfolgreich abgewehrt!“

Zum Schluss noch ein kleines Gedicht von C. N., das ich nicht unerwähnt lassen möchte:

4 Zeilen hab ich gleich geschrieben,
für alle, die zu Haus geblieben.
Ihr habt sie verpasst, die schöne Tour durchs Sauerland
versüßt durch das Versorgungsauto am Straßenrand.
Brilon, Meschede und Möhnesee -
fast 100 km, da tut schon mal der Bobbes weh.
Oh Gott! Nun sind`s 2 Zeilen mehr geworden,
ich kann sie ja jemand anderem borgen.

Dank an alle, die dazu beigetragen haben, dass wir unsere Familientour auch in diesem Jahr wieder so wohldosiert und ausgewogen erleben und genießen durften. Dank auch an unser R. B., der uns die Nächte über beherbergt hat und uns morgens schon das Rührei mit Speck hat schmecken lassen. Es war schön!


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